Stell dir vor, du findest auf Pinterest einen interessanten Pin. Du schaust aufs Profil dahinter und liest: «Mehr Leichtigkeit für deinen Weg.»

Okay. Aber wobei denn bitte?

Geht es darum, meine Wohnung auszumisten? Meine Selbstständigkeit? Oder darum, endlich meine Steuerunterlagen zu sortieren?

Vielleicht sieht das Profil wunderschön aus. Die Farben passen, das Foto ist toll und der Name klingt auch gut. Trotzdem weiss ich nicht, was ich dort eigentlich finde.

Genau das möchte ich bei meinem eigenen Profil vermeiden.

Wenn du dein Pinterest Profil einrichten möchtest, lohnt es sich deshalb, kurz über die Texte nachzudenken. Und zwar bevor du dich ewig damit beschäftigst, welches Bild am schönsten aussieht.

Ich kenne das von meiner Website. An Farben, Schriften und Fotos kann ich mich wunderbar aufhalten. Aber irgendwann muss auch klar sein, worum es bei mir geht.

Dein Name allein erklärt noch nicht dein Thema

Mein Projekt heisst Pinlayah. Der Name gefällt mir. Aber jemand, der mich nicht kennt, weiss dadurch noch lange nicht, was ich mache.

Das ist ja auch völlig normal. Niemand muss sich aus einem Namen zusammenreimen, was dahintersteckt.

Deshalb finde ich es sinnvoll, wenn neben dem Namen auch das Thema erkennbar ist. Bei mir ist das Pinterest Marketing. Bei jemand anderem vielleicht Wochenplanung, Gartengestaltung oder etwas ganz anderes.

Es geht darum, dass ich als Besucherin schnell verstehe: Ah, darüber geht es hier.

Wenn ich mich gerade mit diesem Thema beschäftige, habe ich einen Grund, genauer hinzuschauen. Wenn nicht, ist das auch in Ordnung. Dein Profil muss nicht für jeden Menschen interessant sein.

Ich wollte früher möglichst viele Menschen erreichen. Heute möchte ich genauer wissen, für wen ich überhaupt schreibe. Sonst wird es schnell wieder so allgemein, dass sich am Ende niemand richtig angesprochen fühlt.

In deiner Beschreibung darf stehen, was du tatsächlich machst

Ich mag Texte, bei denen ich nicht erst überlegen muss, was sie bedeuten sollen.

Wenn jemand schreibt, dass er Selbstständigen hilft, ihre Blogartikel über Pinterest bekannter zu machen, verstehe ich das. Ich weiss, um welches Thema es geht und für wen die Inhalte gedacht sind.

Bei «Ich begleite dich auf deinem Weg zu mehr Möglichkeiten» bin ich genauso schlau wie vorher.

Natürlich möchtest du dich nicht auf zwei trockene Sätze reduzieren. Musst du auch nicht. Deine Art darf darin vorkommen. Aber die Besucherin sollte trotzdem verstehen, was sie bei dir findet.

Bei mir gehören praktische Erklärungen zu Pinterest und meine eigenen Erfahrungen zusammen. Ich möchte darüber schreiben, was ich ausprobiert habe, was mich ausgelaugt hat und wie ich heute anders arbeite.

Wenn mein Profil nur nach technischen Anleitungen klingt, fehlt ein Teil davon. Wenn dort nur meine Geschichte steht, wird vielleicht nicht klar, dass es hier auch um Pinterest für dein Business geht.

Beides soll erkennbar sein. Dafür brauche ich keine besonders schlauen Wörter.

Sag auch, für wen deine Inhalte gedacht sind

Es macht einen Unterschied, ob du Menschen ansprichst, die überhaupt erst eine Geschäftsidee suchen, oder Menschen, die bereits ein Angebot und eine Website haben.

Die stehen an unterschiedlichen Punkten und haben andere Fragen.

Ich möchte hier vor allem für Selbstständige schreiben, die schon etwas anbieten oder konkret wissen, was sie anbieten möchten. Menschen, die sich mit ihrem bisherigen Marketing überfordert fühlen und Pinterest näher anschauen wollen.

Ich werde ihnen nicht erklären, welches Business sie gründen sollen. Das ist einfach nicht mein Thema.

Wenn das schon auf meinem Profil verständlich wird, können die passenden Menschen besser einschätzen, ob sie bei mir richtig sind. Und ich muss nicht versuchen, in meinen Artikeln ständig bei allem ganz von vorne anzufangen.

Für mich ist das auch eine Entlastung: Ich muss nicht jede Frage beantworten und für jeden etwas schreiben.

Ich möchte sehen, wer dahintersteckt

Ich zeige auf meiner Website eigene Fotos und möchte das auch auf Pinterest tun. Es gehört für mich dazu, dass man sieht, wer hier schreibt.

Gerade weil ich persönliche Erfahrungen teile. Hinter diesen Texten sitzt ein Mensch, der das erlebt hat und eine Meinung dazu hat.

Das heisst für mich allerdings nicht, dass ich dafür dauernd neue Fotos veröffentlichen muss. Ein Profilbild kann zeigen, wer ich bin, ohne dass ich jeden Tag etwas aus meinem Leben erzählen muss.

Wenn du mit einer Marke auftrittst, kann auch ein gut erkennbares Logo passen. Für mich zählt vor allem, dass das Bild zu dem gehört, was ich danach auf der Website sehe.

Ich möchte nach dem Klick nicht rätseln müssen, ob ich noch bei derselben Person gelandet bin.

Und das Foto muss dafür kein riesiges Projekt werden. Ich weiss selber, wie schnell man sich damit aufhalten kann.

Deine Pinnwände erzählen ebenfalls, worum es bei dir geht

Auf Pinterest kann ich mich für sehr viele Dinge interessieren. Privat darf das auch gerne alles durcheinander sein.

Bei einem Profil für mein Business möchte ich aber, dass die Themen zusammenpassen.

Wenn ich über Pinterest, Blogartikel und E-Mail schreibe, sollen die sichtbaren Pinnwände dazu etwas sagen. Bei einem Profil zur Gartenplanung würde ich dagegen Themen rund um den Garten erwarten.

Verständliche Namen helfen dabei. Ich möchte erkennen, was ich auf einer Pinnwand finde, ohne zuerst hineinklicken und raten zu müssen.

Du brauchst dafür nicht möglichst viele Pinnwände. Eine lange Liste macht dein Profil nicht automatisch hilfreicher. Mir sind einige passende Themen lieber als ganz viele, die nur irgendwie mit meinem Angebot zu tun haben.

Ich möchte mir diesmal auch nicht wieder mehr Arbeit aufladen, nur damit etwas nach mehr aussieht.

Und wo kann ich mehr von dir lesen?

Wenn mich ein Profil interessiert, möchte ich auch die Website dahinter finden können.

Auf meiner Website habe ich mehr Platz. Dort kann ich ausführlich schreiben, meine Geschichte erzählen und erklären, was mir wichtig ist. Das passt unmöglich alles in eine kurze Profilbeschreibung.

Deshalb gehört der Link für mich dazu. Die Beschreibung gibt mir einen ersten Eindruck. Auf der Website kann ich dann weiterlesen.

Für die geschäftliche Nutzung gibt es bei Pinterest das Unternehmenskonto. Damit bekommst du auch Zugriff auf die Zahlen zu deinen Pins. So kannst du später anschauen, ob deine Inhalte angezeigt werden und ob jemand auf die verlinkten Seiten klickt.

Das Profil allein wird dir aber keine Verkäufe garantieren. Es kann verständlich machen, was du anbietest. Was die Menschen danach auf deiner Website finden, zählt genauso.

Dein Profil darf verständlich sein, bevor es perfekt ist

Ich möchte nicht wieder stundenlang an einer Beschreibung schrauben, weil sie noch ein bisschen schöner klingen könnte.

Mein Name, mein Thema, die Menschen, für die ich schreibe, ein passendes Bild und der Link zu meiner Website: Damit ist schon viel gesagt.

Weitere Änderungen kann ich später machen, wenn ich merke, dass etwas fehlt oder missverständlich ist.

Wenn ich heute auf mein Profil schaue, interessiert mich deshalb vor allem diese Frage: Würde jemand, der mich überhaupt nicht kennt, verstehen, worum es hier geht und weshalb er weiterlesen sollte?

Wenn das klar ist, kann ich mich wieder meinen Artikeln widmen. Darauf habe ich schliesslich Lust.

Was denkst du darüber?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

No Comments Yet.