Ich kann dir sagen, was ich ganz sicher nicht mehr möchte: noch eine Plattform, auf der ich ständig das Gefühl habe, zu wenig zu machen.
Davon hatte ich wirklich genug. Instagram, Facebook, LinkedIn, Threads, Pinterest und nebenbei noch Blogartikel. Ich dachte, ich müsste überall sein, damit mich überhaupt jemand findet. Also habe ich versucht, alles gleichzeitig hinzubekommen.
Das Ergebnis war, dass überall etwas offen war. Hier hätte ich noch posten sollen, dort noch etwas fertigschreiben und auf Instagram musste ich mich auch wieder zeigen. Mein eigenes Thema lief irgendwo dazwischen mit. Gefühlt bestand meine Arbeit irgendwann zu 90 Prozent aus Marketing.
Und genau deshalb wollte ich mir bei Pinterest überlegen, wie ich das diesmal machen möchte. Ich habe nämlich keine Lust, in ein paar Wochen wieder dazusitzen und komplett platt zu sein.
Vielleicht überlegst du auch gerade, Pinterest für dein Business zu nutzen. Dein Angebot steht, eine Website hast du auch und Instagram geht dir inzwischen einfach nur noch auf die Nerven. Gleichzeitig fragst du dich, ob Pinterest dann wieder bedeutet, ständig etwas Neues veröffentlichen zu müssen.
Die Frage verstehe ich gut. Ich würde mich heute auch nicht mehr einfach auf die nächste Plattform stürzen, nur weil irgendjemand sagt, dass ich dort unbedingt sein muss.
Was mir an Pinterest so gefällt
Ich bin gerne auf Pinterest. Ich suche dort nach Ideen, schaue mir Sachen an, merke mir etwas und lande über einen Pin auf einer Website, die mich interessiert.
Dabei vergleiche ich mich kaum mit anderen. Ich habe auch nicht dieses ständige Gefühl, dass ich jetzt etwas aus meinem Leben erzählen müsste, damit man mich noch wahrnimmt.
Bei Instagram war das bei mir anders. Selbst eine kleine Pause fühlte sich irgendwann schwierig an, weil danach kaum noch Reaktionen kamen. Das hat mich unglaublich wütend gemacht. Ich möchte doch auch mal etwas anderes machen können, ohne direkt zu denken, dass jetzt wieder alles einbricht.
Ich zeige mich übrigens gerne. Meine Fotos sind auf meiner Website und ich möchte hier offen über meine Erfahrungen schreiben. Aber jeden Tag irgendetwas erzählen zu müssen, nur damit wieder etwas von mir kommt? Darauf habe ich keine Lust mehr.
An Pinterest interessiert mich besonders die Suche. Jemand beschäftigt sich mit einer Frage, findet dazu einen Pin und kann von dort auf meinen Blog kommen. Dort habe ich Platz, ausführlicher zu schreiben. Das passt zu dem, was ich gerne mache.
Arbeit steckt natürlich trotzdem dahinter. Die möchte ich mir aber so einteilen können, dass sie neben meinem Leben Platz hat.
Bevor ich Pins gestalte, möchte ich wissen, wohin sie führen
Ich könnte jetzt Stunden damit verbringen, schöne Pins zu gestalten. Das würde mir wahrscheinlich sogar Spass machen. Aber wenn ich gar nicht weiss, was jemand nach dem Klick bei mir finden soll, habe ich mich erst einmal nur beschäftigt.
Deshalb fängt es für mich bei der Website an.
Wenn du bereits ein Angebot hast, gibt es bestimmt Fragen, die dir dazu immer wieder begegnen. Was verstehen die Menschen noch nicht? Wobei kommen sie alleine nicht weiter? Was möchten sie wissen, bevor sie etwas kaufen?
Über so eine Frage kannst du schreiben.
Nehmen wir an, du verkaufst etwas zur Wochenplanung. Dann könnte ein Artikel davon handeln, wie man seine Woche plant, wenn neben der Arbeit kaum Zeit übrig bleibt. Dazu passen Pins, die genau diese Frage aufgreifen und auf den Artikel führen.
Wenn ich darauf klicke, möchte ich dort auch die angekündigte Hilfe finden. Ich möchte nicht auf einer allgemeinen Startseite landen und selber suchen müssen.
Ein Pin weckt eine Erwartung. Auf der verlinkten Seite möchte ich dann auch finden, was mir versprochen wurde. So würde ich mir das als Besucherin wünschen und so möchte ich es auf meiner eigenen Website machen.
Ich werde dafür nicht erst zwanzig Artikel vorschreiben
Früher hätte ich wahrscheinlich zuerst versucht, alles komplett fertigzustellen. Die ganze Website, ganz viele Artikel und natürlich jedes Detail möglichst perfekt.
Ich weiss, wie schnell dabei Stunden vergehen. Hier noch ein anderes Foto, dort noch eine Schrift ausprobieren und diesen einen Abschnitt könnte man auch nochmals verschieben.
Diesmal möchte ich einen Artikel fertigschreiben und veröffentlichen. Danach erstelle ich passende Pinterest Pins dazu. Der nächste Artikel kommt, wenn ich wieder Zeit habe.
Damit habe ich etwas online und kann weitermachen, ohne vorher monatelang alles vorzubereiten.
Dasselbe gilt für mein Pinterest Profil. Es soll klar sein, worum es bei mir geht und für wen meine Inhalte gedacht sind. Dafür brauche ich keine besonders schlauen Formulierungen.
Wenn ich ein Profil lese und danach immer noch nicht weiss, was ich dort finde, hilft mir auch die schönste Beschreibung nichts. Ich möchte normale Wörter lesen, die ich verstehe.
Für die geschäftliche Nutzung gehört ein Unternehmenskonto dazu. Darüber kann ich später auch die Pinterest Zahlen anschauen. Meine eigene Website kann ich ausserdem bei Pinterest bestätigen lassen, damit sie meinem Konto zugeordnet ist. Die genauen Schritte stehen in der Pinterest Hilfe.
Das sind Dinge, die ich einmal ordentlich einrichten möchte. Danach will ich mich aber auch wieder meinen Artikeln widmen.
Und diese ganzen Keywords?
Ja, die gehören zum Pinterest Marketing auch dazu. Gemeint sind damit einfach Wörter, mit denen Menschen nach etwas suchen.
Ich habe für diesen Blog selbst in der Pinterest Suche und in Tailwind recherchiert. Bei vielen deutschen Begriffen wurden mir keine Suchvolumenzahlen angezeigt. Dafür kamen teilweise Vorschläge, die mit meinem Thema überhaupt nichts zu tun hatten.
Da kann man sich wunderbar verlieren. Irgendwann schaut man auf eine riesige Liste und weiss trotzdem nicht, worüber man jetzt schreiben soll.
Mir hilft es mehr, mich zuerst mit einer konkreten Frage zu beschäftigen. Dann schaue ich, welche Wörter Pinterest dazu vorschlägt und welche Inhalte bei der Suche auftauchen. Passen die überhaupt zu den Menschen, für die ich schreibe?
Als Pinterest Anfängerin musst du deshalb nicht jedes neue Wort sofort bis ins letzte Detail verstehen. Wichtig ist erst einmal, dass du weisst, worum es in deinem Artikel geht und wie jemand danach suchen könnte.
Und dann schreibe ich darüber in meiner Sprache. Ich werde keinen Satz fünfmal verdrehen, nur damit noch irgendein Suchbegriff hineinpasst.
Mehrere Pins bedeuten nicht automatisch mehrere neue Artikel
Das finde ich für meinen Alltag wichtig. Ich kann zu einem Blogartikel mehrere Pins erstellen, weil nicht jeder Pin denselben Punkt aufgreifen muss.
Bei diesem Artikel könnte ein Pin die Frage aufgreifen, ob man jeden Tag etwas veröffentlichen muss. Ein anderer könnte davon handeln, ob ein einzelner Blogartikel für den Anfang reicht. Beides kommt hier vor.
Ich brauche dafür also nicht jedes Mal einen komplett neuen Text auf meiner Website.
Ein paar Vorlagen, die ich wiederverwenden kann, helfen mir dabei. Die Schrift soll auf dem Handy lesbar sein und man soll verstehen, was man nach dem Klick bekommt. Dazu kommen ein passender Titel, eine Beschreibung und der Link zum Artikel.
Ich möchte zuerst zehn bis zwanzig Pins zu einem Artikel erstellen und über Tailwind einplanen. Wie viele es am Ende werden, hängt davon ab, wie viel Zeit ich habe und was zum Artikel passt.
So muss ich nicht jeden Tag wieder von vorne überlegen, was ich jetzt veröffentlichen könnte. Ich kann mich einmal damit beschäftigen und es vorbereiten. Genau das gefällt mir daran.
Ich möchte diesmal auch abwarten können
Was ich dabei nicht machen möchte: etwas veröffentlichen, nach ein paar Tagen enttäuscht sein und direkt wieder alles umwerfen.
Natürlich hoffe ich, dass Menschen meine Artikel finden und lesen. Ich möchte damit später auch Geld verdienen. Aber ich weiss heute besser, wie viel Druck ich mir früher gemacht habe.
Deshalb will ich erst einmal sehen, was sich über die Zeit entwickelt. Werden meine Pins angezeigt? Klicken Menschen auf die verlinkten Artikel? Welche Themen interessieren sie?
Die ausgehenden Klicks zeigen mir, wie oft auf die hinterlegte Zieladresse geklickt wurde. Impressionen zeigen, wie oft meine Pins auf einem Bildschirm erschienen sind. Das sind unterschiedliche Dinge. Eine grosse Zahl bei den Impressionen bedeutet noch nicht, dass entsprechend viele Menschen meinen Blog besucht haben.
Und nach ein paar Tagen weiss ich noch nicht, ob mein ganzes Vorhaben etwas wird.
Für mich heisst der Anfang deshalb: einen Artikel schreiben, passende Pins erstellen, einplanen und dem Ganzen Zeit geben. Währenddessen kann ich den nächsten Artikel schreiben und nach und nach dazulernen.
Ich möchte an diesem Projekt gerne arbeiten. Auch dann noch, wenn die erste Begeisterung vorbei ist und eine ganz normale Woche mit Arbeit und anderen Dingen dazwischenkommt.
Wenn ich dafür wieder jede freie Minute opfern müsste, wäre ich ziemlich schnell wieder dort, wo ich schon einmal war. Genau da möchte ich nicht mehr hin.
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