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PINTEREST MARKETING

Pinterest fürs Business: Muss ich dafür jetzt auch noch ständig Content raushauen?

Noch eine Plattform. Noch mehr Beiträge. Noch etwas, das du auch noch machen sollst. Falls das dein erster Gedanke bei Pinterest fürs Business ist: Verstehe ich. Wenn du sowieso schon kaum hinterherkommst, klingt eine weitere Plattform erst einmal nach zusätzlicher Arbeit.

Ich nutze Pinterest privat seit 2015 und seit 2020 auch für mein Business. In dieser Zeit habe ich viel ausprobiert, einiges wieder gelassen und ziemlich viele Tipps kommen und gehen sehen. Pinterest ist für mich längst keine neue Entdeckung mehr.

Und glaub mir: Was darüber so alles erzählt wird, ist teilweise schon abenteuerlich. Ein paar schöne Pins erstellen und dann läuft das Business von allein? Jeden Tag möglichst viel veröffentlichen, sonst bringt es nichts? Oder dieses ewige «Du musst dich nie wieder zeigen»?

Da würde ich gerne mal kurz meinen Kaffee abstellen.

Denn wenn du Pinterest nutzen möchtest, hilft dir weder ein Märchen vom Selbstläufer noch eine neue Liste mit hundert Dingen, die du ab morgen täglich erledigen musst.

Pinterest ist für mich nicht die nächste Plattform, die ich mal teste

Seit meinem privaten Start 2015 gehört Pinterest zu den Plattformen, auf denen ich wirklich gerne bin. Ideen suchen, etwas merken, über einen Pin auf einer interessanten Website landen. Ohne dabei ständig darüber nachzudenken, was ich selbst noch posten müsste.

Seit 2020 kenne ich auch die geschäftliche Seite. Ich habe Pins gestaltet, Inhalte verlinkt, Zahlen angeschaut und mich mit den Tipps beschäftigt, die einem dabei ständig begegnen. Manche Dinge waren hilfreich. Andere haben vor allem Zeit gefressen.

Deshalb interessiert mich heute nicht jeder neue Trick, nur weil jemand ihn besonders laut verkauft. Ich will verstehen, ob etwas den Menschen weiterhilft, die meinen Pin sehen. Wissen sie, worum es geht? Gibt es einen guten Grund zu klicken? Und finden sie danach auf meiner Website das, was sie erwartet haben?

Genau diese Fragen sind auch für dich wichtig, wenn dein Angebot bereits steht und Pinterest Menschen auf deine Website bringen soll.

Was mich ausgelaugt hat, war dieses ständige Überallsein

Instagram, Facebook, LinkedIn, Threads, Pinterest und nebenbei noch Blogartikel. Ich dachte lange, ich müsste überall sein, damit mich überhaupt jemand findet.

Also war überall etwas angefangen. Hier hätte ich noch posten sollen, dort noch kommentieren und auf Instagram musste ich mich natürlich auch wieder zeigen. Meine eigentliche Arbeit lief irgendwo dazwischen mit. Gefühlt bestand irgendwann alles zu 90 Prozent aus Marketing.

Pinterest war dabei nicht das, was mich am meisten ausgelaugt hat. Der ständige Druck, überall gleichzeitig präsent sein zu müssen, war das Problem. Besonders Instagram hat mich damit irgendwann komplett plattgemacht.

Heute konzentriere ich mich auf Pinterest, Blog und E-Mail. Weil ich an diesen Dingen gerne arbeite und sie zu meinem Alltag passen. Das ist eine Entscheidung aus Erfahrung.

Falls du gerade ähnlich überfordert bist, würde ich deshalb nicht einfach Pinterest oben auf deinen bisherigen Berg packen. Die Frage ist auch: Was darf dafür wegfallen?

Mythos Nummer eins: Mit ein paar schönen Pins läuft das schon

Schöne Pins machen Spass. Mir auch. Nur sagt ein schönes Bild allein noch nicht, warum jemand darauf klicken sollte.

Stell dir vor, auf einem Pin steht «Mehr Leichtigkeit für dich». Sieht vielleicht toll aus. Aber was bekomme ich dort? Eine aufgeräumte Wohnung? Eine bessere Wochenplanung? Oder einen Text über meine Selbstständigkeit?

Wenn ich das nicht verstehe, gibt es für mich wenig Grund, genauer hinzuschauen.

Für mich gehört deshalb zu jedem Pin eine klare Frage: Was hat die Besucherin davon, wenn sie klickt? Das sollte sie erkennen können, ohne erst rätseln zu müssen.

Und genau das möchte ich auch auf der verlinkten Seite finden. Wenn mir der Pin Hilfe bei einer bestimmten Frage verspricht, möchte ich nicht auf einer allgemeinen Startseite landen und selbst suchen müssen.

Der Pin macht neugierig. Deine Website muss danach halten, was du angekündigt hast.

Mythos Nummer zwei: Pinterest nimmt dir die ganze Arbeit ab

Nein. Sonst hätte ich in den letzten Jahren wohl kaum so viel Zeit damit verbracht, Inhalte zu schreiben, Pins zu gestalten und mir anzuschauen, was dabei passiert.

Was ich an Pinterest mag: Ich muss dafür keine täglichen Storys aus meinem Leben erzählen. Ich kann einen Blogartikel schreiben, passende Pins vorbereiten und einplanen. Diese Arbeit lässt sich für mich besser bündeln.

Das ist aber etwas anderes als «Du machst einmal etwas und brauchst dich nie wieder darum zu kümmern».

Inhalte brauchen einen klaren Gedanken. Links müssen stimmen. Und irgendwann lohnt sich der Blick darauf, welche Pins überhaupt Interesse wecken. Auch ein älterer Pin ist kein Versprechen dafür, dass dauerhaft Menschen auf deine Website kommen.

Du darfst dir die Arbeit leichter machen. Nur würde ich dir nicht erzählen, dass es keine mehr gibt.

Du brauchst nicht für jeden Pin einen neuen Blogartikel

Das ist einer der Gründe, weshalb Pinterest, Blog und E-Mail für mich zusammenpassen. In einem guten Artikel stecken oft mehrere Fragen, die deine Leserinnen beschäftigen.

Bei diesem Text könnte ein Pin die Frage aufgreifen, ob Pinterest wieder tägliches Posten bedeutet. Ein anderer könnte davon handeln, warum schöne Pins allein nicht reichen. Dafür braucht es nicht jedes Mal einen komplett neuen Artikel.

Wichtig ist, dass der jeweilige Gedanke im Artikel auch wirklich vorkommt. Einfach zehn verschiedene Versprechen auf zehn Pins schreiben und alle auf denselben beliebigen Text schicken? Als Besucherin wäre ich davon ziemlich schnell genervt.

Ich arbeite gerne mit Vorlagen und plane Pins über Tailwind ein. Das nimmt mir nicht das Nachdenken ab, aber ich muss nicht jeden Tag wieder bei null anfangen. Eine feste Zahl von Pins würde ich daraus trotzdem nicht für jedes Business ableiten. Ein Artikel muss auch genug hergeben.

Keywords gehören dazu. Komplizierte Sätze nicht

Bei Pinterest Marketing begegnet dir das Wort Keywords ziemlich schnell. Gemeint sind die Wörter, mit denen Menschen nach etwas suchen.

Ich habe mich damit über die Jahre viel beschäftigt. Auch für diesen Blog habe ich in der Pinterest Suche und in Tailwind recherchiert. Bei etlichen deutschen Begriffen wurden mir keine Suchvolumenzahlen angezeigt. Dafür kamen teilweise Vorschläge, die überhaupt nicht zu meinem Thema passten.

Da kannst du stundenlang auf Listen schauen und danach immer noch nicht wissen, was du eigentlich sagen möchtest.

Ich schaue deshalb zuerst auf die Frage hinter dem Suchbegriff. Was will jemand wissen? Passt das zu meinem Angebot? Kann mein Artikel diese Frage beantworten?

Die passenden Wörter gehören dann natürlich in den Text und zu den Pins. Aber ich werde keinen Satz fünfmal verdrehen, nur damit noch ein Begriff hineinpasst. Du sollst meinen Text lesen können, ohne das Gefühl zu haben, mit einer Suchmaschine zu sprechen.

Mythos Nummer drei: Viele Impressionen bedeuten, dass dein Business läuft

Auf eine grosse Zahl zu schauen, fühlt sich erst einmal gut an. Nur sind Impressionen keine Websitebesuche und erst recht keine Bestellungen.

Das ist eine Unterscheidung, die mir bei den vielen Pinterest Tipps oft zu kurz kommt. Ein Pin kann häufig angezeigt werden. Ob Menschen dann auf die verlinkte Seite klicken, ist eine andere Frage.

Deshalb schaue ich nicht nur darauf, wie oft ein Pin zu sehen war. Die ausgehenden Klicks gehören genauso dazu. Und danach geht es auf der Website weiter: Passt der Inhalt zur Erwartung? Wird klar, was du anbietest? Gibt es einen passenden nächsten Schritt?

Ein Unternehmenskonto und die Pinterest Statistiken sind für mich deshalb keine Dekoration. Sie helfen, genauer hinzuschauen. Eine einzelne grosse Zahl erzählt dir die ganze Geschichte jedenfalls nicht.

Was du von meiner Erfahrung mitnehmen kannst

Du musst Pinterest nicht so nutzen, wie irgendjemand es dir als einzig richtigen Weg verkauft. Und du brauchst auch keinen neuen Vollzeitjob neben deiner eigentlichen Arbeit.

Meine private Nutzung seit 2015 und die geschäftliche Nutzung seit 2020 haben mir genug Gelegenheit gegeben, Tipps auszuprobieren, Mythen zu hinterfragen und zu sehen, wo schöne Versprechen und der Alltag auseinanderliegen.

Genau darüber schreibe ich hier. Damit du Pinterest besser einordnen kannst und nicht jeden Umweg selbst machen musst. Was dein Profil erklären sollte. Was ein Pin verspricht. Was nach dem Klick passieren muss. Und was du dir sparen kannst, obwohl es ständig empfohlen wird.

Wenn du bei deinem Pinterest Profil noch das Gefühl hast, dass es zwar schön aussieht, aber nicht richtig erklärt, für wen du da bist: Dazu gibt es einen eigenen Artikel hier im Blog.

Deine eigentliche Arbeit darf wieder mehr Platz bekommen. Dafür muss dein Marketing zu dir passen. Auch an einem ganz normalen Dienstag, an dem du noch andere Dinge zu tun hast.

Welche Frage beschäftigt dich gerade? Schreib mir.

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Was braucht dein Pinterest Profil? Wohin verlinkst du deine Pins? Und wie passt das alles in deinen Alltag? Im Blog findest du verständliche Erklärungen und Erfahrungen, die dir beim Sortieren helfen.

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